Montag, 16. März 2015

Asset-Register für Sicherheit im Gebrauchtmaschinengeschäft

Der Kauf von gebrauchten Maschinen ist Vertrauenssache. PS DataCollect Machines erhöht die Sicherheit für Käufer und Maschinenhersteller. Der Prozessdienstleister PS‑Team aus dem Rhein-Main-Gebiet plant, das Asset-Register zu einem Branchenstandard auszubauen und so ein zentrales Register für Maschineninformationen zu schaffen.


Rund 6.000 Einkäufer aus aller Welt und etwa 380 Aussteller treffen sich vom 13. bis 15. April 2015 in Karlsruhe. Auf der USETEC dreht sich alles um gebrauchte Maschinen und Anlagen – ein boomender und international expandierender Markt. Doch ganz gleich, ob Messekontakt, Onlinebörse oder stationärer Händler: Der Kauf einer gebrauchten Maschine ist mit Risiken verbunden. Möglicherweise befindet sich das Objekt noch im Finanzierungsbestand eines Finanzdienstleisters oder einer Leasinggesellschaft. Nur ein schmaler Grat trennt mitunter den gutgläubigen und böswilligen Erwerb.

Der im Automobilsektor seit Jahrzehnten etablierte Prozessdienstleister PS‑Team aus dem Rhein-Main-Gebiet hat eine Lösung entwickelt, die die Risiken im Gebrauchtmaschinenmarkt minimieren: Im Asset-Register PS DataCollect Machines erfassen Leasinggesellschaften, Hersteller und Händler „ihre“ Investitionsgüter anhand eindeutiger Merkmale. So ist vor dem Kauf leicht zu ermitteln, wem die Maschine gehört. Betrug wie beispielsweise Doppelfinanzierung lässt sich vermeiden. Das bietet nicht nur dem Käufer und Leasinggeber Sicherheit, es senkt auch die Kosten aller Beteiligter und führt mittelfristig zu besseren Konditionen.

Zentrale Datenbank für unterschiedliche Fabrikate

PS‑Team-Geschäftsführer Peter Schmehl: „Mit PS DataCollect Machines soll der Maschinenmarkt von unserer Erfahrung aus dem Kfz-Bereich profitieren. Dort hat sich das Asset-Register zum Abgleich von Fahrzeugdaten als Standard etabliert. Wenn uns das für Investitionsgüter gelingt, können Käufer und Verkäufer, Händler und Hersteller die technischen Daten verschiedener Fabrikate über unsere Datenbank abrufen.“ Damit verfolgt der Datenexperte kein geringeres Ziel, als eine Art Grundbuch für Mobilien zu schaffen. PS DataCollect Machines soll künftig nicht nur über die Eigentumsverhältnisse einzelner Objekte aufklären, sondern umfassende Informationen bereithalten. „Käufer und Verkäufer, aber auch Dritte wie beispielsweise Leasinggesellschaften und Spezialfinanzierer“, so Peter Schmehl, „sollen in PS DataCollect Machines genau die Informationen abrufen können, die für sie relevant sind.“

Registrierte Objekte statt unbeschriebener Blätter

Auf diese Weise gewinnt die einzelne Maschine über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg eine Identität. Das stärkt das Image der Hersteller, können sie doch eindeutig nachweisen, dass es sich bei ihrem Erzeugnis nicht um ein No-Name-Produkt handelt. Missbrauch wird vorgebeugt. Das wirkt sich auch auf das Rating in der Finanzierung aus. Je geringer das Risi-ko, desto besser die Konditionen – und desto günstiger die Prognose für Hersteller und Handel, selbst hochpreisige Maschinen zu verkaufen. Peter Schmehl: „Ein für alle Beteiligten rundum transparenter und fairer Prozess.“

Transparenz im Investitionsgütergeschäft

Aktuell beteiligen sich bereits 16 Leasinggesellschaften an dem Asset-Register. Im Jahr 2014 wurden rund 205.000 Objekte monatlich geprüft. In diesem Jahr schätzt PS‑Team die Zahl auf über 250.000 Objekte monatlich. Da sich der durchschnittliche Objektwert nur knapp unter 100.000 Euro bewegt, liegt das bestätigte Schadenpotenzial kumuliert über drei Jahre deutlich über 35 Millionen Euro.

Renommierte Teilnehmer des Asset-Registers haben sich zu einem Produktbeirat zusammengeschlossen, um die technische Entwicklung voranzutreiben und für das zentrale Maschinenregister zu werben. Friedrich Jüngling, Mitglied des Vorstands der Deutsche Leasing AG, Bad Homburg, und Vorsitzender des Produktbeirats: „PS DataCollect Machines unterstützt Käufer, Verkäufer, Händler und Finanzierer dabei, Risiken zu minimieren. Je mehr seriöse Akteure ihre Informationen austauschen, desto schwieriger wird es, mit Maschinen Schindluder zu treiben – und das hilft schließlich dem gesamten Markt, europaweit.“